Nachbericht zum Wölfingssommerlager…
… am Veerse Meer – König Klorian Lokus I. und sein Gefolge sind zurück!
Zu zehnt ging es am Samstag der Vorwoche auf ans Veerse Meer auf den Zeltplatz des Scoutcentrums Zeeland. Die für ein Sommerlager erwarteten 40 Grad im Schatten gab es leider nicht, aber auch mit Regen und Wind aus allen Himmelsrichtungen ließ sich eine tolle Woche verbringen.
Nachdem am 23. Juni alle Zelte (2 Jurten und drei Kohten) aufgebaut waren, machte sich die Lagermeute an eine gemeinsame Lagerbaute, die in den nächsten Tagen als Sonnendeck dienen sollte, später aber aus oben genannten Gründen eher zur Trockenstation für Bodenplanen umfunktioniert werden musste. Das „Architekturbüro WöTech’s“ (besetzt durch alle Wölflinge und unseren Gast Jakob) hatte sich alle Mühe gegeben, den Bauherren (Yvonne, Holger und Roman) und dem Bauingenieur (unser Gast Jan) mit ihren Entwürfen zur Sonnenterrasse zu entsprechen um zügig mit dem Bau zu beginnen.Den Bauabschluss feierten dann alle Beteiligten mit einer Bootstour auf dem Veerse Meer. Gut vertaut und mit Schwimmwesten ausgestattet jagten die Wölflinge nun vom Boot aus Krebse und vermeintliche Goldschätze.
Am Montag ging es auf nach Veere, wo nach einer Stärkung an der besten und einzigen Frittenbude der Stadt ein Stadtspiel anstand und erstmal die Fischerausrüstungen durch Kescher vervollständigt wurden, was spätestens jetzt für alle den Start in eine große Karriere in der Meeresbiologie bedeuten sollte.
Allem Regen zum Trotz machte sich die Runde am Dienstag auf zur Schnitzeljagd inklusive Kochen auf Feldküchen. In zwei Kleingruppen ging es zu Fuß quer durch die Prärie. Der erschreckende Skelettfund war hier wohl das Highlight- nachdem alle erdenklichen Lebewesen für Tod erklärt wurden, einigte man sich am Ende darauf, dass das Skelett wahrscheinlich von einem Hund oder einem kleinen Reh stammen müsse, was dann doch noch für einen beruhigten Schlaf am Abend sorgte.
Mittwoch fuhren alle zusammen mit Bus und Fahrrad zum Schwimmbad in Vlissingen, wo den ganzen Tag getobt und gerutscht wurde bis keiner mehr konnte. Als hätten wir nicht genug Wasser vor der „Türe“ gehabt, hatten vor allem hier alle eine Menge Spaß.
Der Donnerstag stand unter dem Motto „Pfadfinden ist, was du draus machst“. Das gemeinsame Tauschspiel in Middelburg sollte als Vorbereitung auf das bevorstehende Wölflingsversprechen dienen. Mit einer Toilettenpapierrolle und einer Dose Thunfisch ausgestattet machten sich zwei Gruppen auf um das bestmögliche Ergebnis zu ertauschen. Eine Gruppe konnte zwischenzeitlich die halbe Floristik eines Blumenladens ihr Eigen nennen, tauschte dann aber auf Grund des sich anbahnenden Hungergefühls alle Blümchen, Bäumchen und Sträußchen gegen Fisch, Fisch und Fisch- damit stand am Ende der Gewinner fest. Kiloweise Kibbeling und Backfisch sollten für das Bestechen der aus den Leitern bestehenden Jury ausreichen und bedeuteten somit den ersten Platz an diesem Spieltag.

Zu späterer Stunde stand dann noch die erste offizielle Toilettenreinigung statt, bei der besonders Florian durch überragende Fertigkeiten und Detailgenauigkeit im Bereich der Kloinnenreinigung überzeugte, was ihm im Zuge der Abendrunde die Ernennung zu König Klorian Lokus I. und die Verleihung der „Kloverdienstbürste am goldenen Bande“ einbrachte. Von nun an spielte das Volk verrückt, das Gefolge um Klorian und seinen direkten Thronfolger Prinz Kloshua feierten die Gemeinschaft, das Lagerleben und vor allem sich selbst. Der Kloten war geplatzt!
Nach einem von den Wölflingen organisierten Lagerfeuer- und Singabend mit zwei weiteren deutschen Stämmen, stand für Svea, Felix, Max, Joshua und Yannick ihr erstes Pfadfinderversprechen an. Auf ein Gespräch mit den Leitern und den anderen Wös folgend, legten die Fünf dann zu später Stunde voller Stolz ihr Wölflingsversprechen ab. Erst waren alle Kinder mit verbundenen Augen den 100m-langen Steg entlang getapst, um dann gemeinsam im Kreis der Meute bei Kerzenschein und dem Charme eines Windkanals auf „offener See“ ihren Versprechenstext aufzusagen.
Der Freitag war dann überschattet von harter Arbeit: alle Mann packten an und die drei Schlafkohten und unsere Lagerbauten wurden dem Erdboden gleich gemacht. Die Nacht verbrachten dann alle Wölflinge geschafft vom anstrengenden Tag in der Aufenthaltsjurte.
Mit dem Abbau der beiden Jurten am darauffolgenden Samstag und der gemeinsamen Relfexion endeten für alle die ersten sieben Tage ganz ohne Mamas Wasch- und Papas Kochkünste, ohne festes Bett mit Kuscheltierpark, dafür mit Ameisen, Regen und WG-Feeling, ohne Programm aus dem Fernsehen, sondern live in der Gruppe, ohne Streit mit den Geschwistern, aber mit Wasserschlacht mit den anderen Wös, ohne „Mamas Taxi“, sondern zu Fuß und mit dem Rad- einfach: Natürlich Pfadfinden.
Danke an alle, die mitgefahren sind und die Woche damit zu einem echt tollen und unvergesslichen ersten gemeinsamen Wölflingssommerlager gemacht haben!


Es war super, nur das Wetter war nicht berauschend.
Von Klorian Lokus I. und sein Hofnarr und Lehrer der Prinzen Klaniel.
PS:Viele Grüße an alle Leiter und Wö`s.